KYOCERA stärkt IoT-Geschäft durch Erweiterung seines Softwarelabors

Team des Geschäftsbereichs soll bis 2020 auf 200 Mitglieder aufgestockt werden, um dieie Entwicklung neuer Technologien voranzutreiben

31. März 2016

Kyoto/Neuss - Die Kyocera Corporation hat bekannt gegeben, dass sie ihr IoT-Geschäft (Internet der Dinge) forcieren und ausbauen möchte. Das Unternehmen hat im Oktober 2015 ein Softwarelabor eingerichtet, das sich mit der Kombination von Hardware- und Softwaretechnologien beschäftigt und Mehrwert für die verschiedenen Geschäftsfelder des Unternehmens schaffen soll, zu denen unter anderem Komponenten für Kfz-, Elektronik- und Halbleiteranwendungen, industrielle Schneidwerkzeuge, Drucker und Energielösungen zählen. Das ursprünglich 20-köpfige Team hat sich bis März 2016 auf rund 40 Mitarbeiter verdoppelt und soll den Plänen zufolge bis zum Geschäftsjahr 2020 (Ende des Geschäftsjahrs ist am 31. März 2020) auf rund 200 Mitarbeiter anwachsen.


Innovationsführer in verschiedenen Bereichen

Entwicklungshintergrund

Der IoT-Markt verzeichnet weiterhin ein noch nie dagewesenes Wachstum: Schätzungen zufolge werden 2020 26 Milliarden Geräte mit Software verbunden sein*1. In Deutschland ist die Computerisierung der Produktion seit Beginn des Industrie 4.0-Aktionsprogramms durch die Bundesregierung im Jahr 2011 auf dem Vormarsch. Auch die USA treiben die Weiterentwicklung des Internet der Dinge voran und haben zu diesem Zweck das „Industrial Internet Consortium“ (IIC) ins Leben gerufen, dem bedeutende Elektro- und Elektronikhersteller, Halbleiterunternehmen und Telekommunikationsanbieter angehören. Japanische Hersteller beschäftigen sich ebenfalls verstärkt mit der Kombination von Hardwaretechnologien und Software, da sie in der zunehmenden Verbreitung des Internets der Dinge neue Geschäftschancen sehen.

Die Kyocera Gruppe stellt Komponenten her und verfügt über grundlegende Technologien in einem breiten Branchenspektrum. Dazu zählen die Wirtschaftszweige Automotive, Kommunikation, Umwelt und Energie sowie Medizin und Gesundheitswesen. In den vergangenen Jahren ist neben der Miniaturisierung auch die Softwaretechnologie für die Wettbewerbsfähigkeit von Komponenten immer wichtiger geworden. Das Softwarelabor von Kyocera befasst sich unter anderem mit dem Ausbau der Forschungs- und Entwicklungsinfrastruktur für Embedded Software im Komponentengeschäft des Unternehmens, der Verbesserung der Entwicklungsmöglichkeiten von hochmodernen Softwaretechnologien für das Endgerätegeschäft sowie der Erschließung neuer Geschäftsfelder durch die Integration der Bereiche Komponenten und Geräten, Anlagen und Systemen sowie Services.

Im Dezember 2015 implementierte das Softwarelabor IBM® Bluemix (nachfolgend „Bluemix“ genannt), eine Platform as a Service (PaaS)*2, die die nötige Datenbank und Infrastruktur bereitstellt, um Anwendungen für die Cloud zu erstellen, zu implementieren und zu verwalten. Mit Bluemix konnte Kyocera seine Produktivität in der Softwareentwicklung noch weiter steigern, indem es die entwickelte Software auf der Plattform mit Kundenunternehmen teilte, und diverse Anforderungen in Bezug auf die Anpassung seiner vorhandenen Services im Bereich der Energieverwaltung verbessern konnte. 
 
„Wir möchten IoT-Innovationen schaffen, indem wir die Hardwaretechnologien von Kyocera mit den neuen Entwicklungen aus unserem Softwarelabor kombinieren“, so Kazumi Saburi, General Manager Software R&D Group bei Kyocera. „Seit mehreren Jahrzehnten stellen wir eine Reihe von elektronischen Komponenten und Geräten für die verschiedensten Branchen bereit, zum Beispiel für die Automobilindustrie, die Informations- und Kommunikationsbranche, die Umwelt- und Energietechnik sowie das Gesundheitswesen. Das Know-how und die Erfahrung in diesen Märkten eröffnen Kyocera eine einzigartige Perspektive.“
 
Entwicklungsbereiche im IoT-Geschäft
 
Automobilindustrie
Förderung von Assistenzsystemen für autonomes Fahren und Unfallpräventionssystemen mithilfe von Bildverarbeitungstechnologie, die durch Kameramodulentwicklung verfeinert wird.
 
Medizin und Gesundheitswesen 
Entwicklung digitaler Gesundheitsförderungssysteme, die in Verbindung mit einer Beratung durch medizinisches Fachpersonal die Verbesserung des Gesundheitszustandes ermöglichen, indem sie biologische Daten wie Puls, Blutdruck, Blutzuckerspiegel und Körpertemperatur erfassen.
 
Sicherheits- und Überwachungssysteme
Nutzung von IoT-Technologie zur Verarbeitung hochauflösender Videos aus Überwachungskameras, um die Kriminalitätsprävention und die Sicherheitsüberwachung zum Schutz von Kindern und Senioren zu verbessern.
 
Sonstige Ausrüstung
Verbesserung der Servicequalität einschließlich der Wartungs- und Ausfallprognose, indem Solaranlagen von Kyocera oder Drucker und MFPs von Kyocera Document Solutions mit IoT-optimierter Software verbunden werden.
 
*1: Basierend auf Informationen von Gartner, Inc. Weitere Informationen erhalten Sie unter: http://www.gartner.com/newsroom/id/2636073
*2: PaaS (Platform as a Service) ist ein Cloud-Computing-Modell, das eine Plattform (zum Beispiel ein Betriebssystem) zur Verfügung stellt, um Anwendungen über das Internet bereitzustellen.
 

IBM, das IBM-Logo, ibm.com und Bluemix sind eingetragene Marken der International Business Machines Corporation in vielen Ländern weltweit. Andere Produkt- und Dienstleistungsnamen können Marken von IBM oder anderen Unternehmen sein. Eine aktuelle Liste der IBM-Marken finden Sie unter: http://www.ibm.com/legal/copytrade.shtml
 

Für weitere Informationen zu Kyocera: www.kyocera.de

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