Energiesparprogramm à la Kyocera: Weitere Standorte erhalten „Green Curtain“

Pflanzenvorhang ersetzt die Klimaanlage

12. Juni 2010

Kyoto / Neuss, 9. Juni 2010 − Der japanische Technologiekonzern Kyocera, führender Hersteller im Bereich feinkeramischer Bauteile, stattet weitere Firmengebäude in Japan mit dem „Green Curtain“ aus. Erstmals wird auch Kyocera in Brasilien vor den Fenstern der Büros, Blattpflanzen an Gittern empor ranken lassen, bis diese komplett bewachsen sind. Das entlastet die Klimaanlage, spart Energie und schützt somit die Umwelt: Miteinander verflochten, erschaffen die Blätter eine grüne Wand und schirmen die Innenräume so von direkter Sonneneinstrahlung ab. Das geerntete Gemüse bringt zudem Abwechslung in den Speiseplan.

Green Curtain
Als Bestandteil seines Energiesparprogramms hat Kyocera den Green Curtain schon 2007 in einem Werk in Nagano eingeführt. Seitdem haben Standorte in ganz Japan diese Idee übernommen, um einen Beitrag gegen die globale Erwärmung zu leisten. Bisher sind es zwölf Werke, die den grünen Blättervorhang vor den Fenstern haben. Alles in allem erstrecken sich die verschiedenen Green Curtains bei Kyocera über eine Gesamtlänge von 294 Metern und bedecken eine Fläche von 775 m2. Etwa 2.713 kg CO2* werden durch die Pflanzen pro Jahr abgebaut, so viel wie von 194 Zedern**. Dieses Jahr werden sechs weitere Kyocera Werke in Japan und eine Niederlassung in Brasilien einen grünen Vorhang erhalten.

Kostengünstig und effektiv
Für den Green Curtain (engl. für grüner Vorhang) bedarf es lediglich eines kostengünstigen Rankgitters sowie einer passenden Pflanze, zum Beispiel einer Prunkwinde. Das genügt, um Wohnhäuser und Bürogebäude abzuschatten und die Bewohner sowie Mitarbeiter vor der direkten Sonneneinstrahlung zu schützen. So bleiben die Innenräume auch in den heißen Sommermonaten kühl. An einer geschützten Außenwand ist die Temperatur um bis zu 15°C niedriger ist als an ungeschützten Wänden, vor denen kein Green Curtain gewachsen ist. Die Nutzung von Klimaanlagen in Gebäuden wird dadurch stark reduziert. Der positive Doppeleffekt: Energie wird gespart und CO2 durch Photosynthese abgebaut. Außerdem kann das gepflanzte Gemüse als leckere Mahlzeit aus eigener Ernte in der Küche oder in der Werkskantine zubereitet werden. Bei Kyocera freuen sich die Mitarbeiter über Menüs mit dem Kürbis der Goya-Pflanze, der in Okinawa ein typisches Sommergemüse ist.

* CO2 Abbau (3,5 kg) x Fläche Green Curtain (m2) = Volumen des jährlichen CO2 -Abbaus. (Quelle: Rural Culture Association Japan) ** Eine Zeder baut 14 kg/Jahr CO2 ab. (Source: Forestry Agency of Japan)

Redaktionsmaterial



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